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Spenden macht glücklich!
Flugkraft im Gespräch mit Frau Dr. Martina Klein, Klinikum Dortmund

 

Frau Dr. Klein, Sie als Leitung des Fundraising im Klinikum Dortmund sind sehr erfolgreich und mehrfach ausgezeichnet worden. Was macht Ihre Arbeit so unabdingbar?

Fundraising generiert zusätzliche Finanzmittel für wichtige Anschaffungen des Klinikums. Unsere zahlreichen Spenderinnen und Spender ermöglichen wichtige Unterstützungen, die unseren Patienten zugute kommen. Öffentliche Gelder reichen hierfür seit langem nicht mehr. Das sehen unsere Spender, zu denen die Insassen des Gefängnisses Schwerte, Fanclubs des BVB, der BVB selbst, zahlreiche Stiftungen, viele Unternehmen und Privatleute zählen ebenso. All diesen Menschen gebührt unser Dank und unsere Wertschätzung. Darüber hinaus engagieren sich zahlreiche Kolleginnen und Kollegen des Klinikums Dortmund für Spendenprojekte des Klinikums. Eine sehr schöne Anerkennung auch für das Klinikum Dortmund als Arbeitgeber.

 

Flugkraft ist u.a. auf Sie aufmerksam geworden, weil das Klinikum Dortmund als einziges Klinikum ein spezielles Kinder MRT besitzt welches europaweit einzigartig ist. Was macht dieses MRT so besonders?

Unser Kinder-MRT (dieser Name ist nicht geschützt und wird auch in anderen Krankenhäusern verwendet) ist ein Gerät der neuesten Generation, das mit Flüstersequenzen und einer größeren Röhrenöffnung ausgestattet ist. Was es in Kombination mit neuester Technologie so einzigartig macht ist die Ausstattung des Raumes und das sog. „inflight entertainement“. Zunächst werden unsere kleinen Patienten mit einem Übe-MRT vorbereitet. Pädagogen und Therapeuten simulieren die Untersuchungssituation an einem original großem MRT. Die Eltern sind einbezogen; somit wird das Kind immer begleitet von Vertrauenspersonen und auch die Eltern lernen die Abläufe besser verstehen und können evtl. vorhandene Ängste abbauen. Alle Fragen werden beantwortet und zwar ohne zeitlichen Druck. Im realen Kinder-MRT läuft die Untersuchung identisch ab: Das Kind kommt in Begleitung einer Vertrauensperson oder gerne auch beiden Eltern, in einen Vorraum. Dort steht ein sehr großer Bildschirm zur Verfügung, auf dem sich die Kinder verschiedenen Filmausschnitte anschauen und für die Zeit während der Untersuchung auswählen können. Dann wird der Patient in den Untersuchungsraum geführt. Der Raum, in dem das Kinder-MRT steht ist ein einziges visuelles Abenteuer. Über die Wände laufen Flamingos, über die Röhre schwimmen Fische, der Saturn schwebt durch den Raum. Prof. Winkelmann, Dortmunder Filmemacher, hat diese bewegten Welten, die während der gesamten Untersuchung auch in der Röhre als Film laufen, für unsere Patienten erschaffen. Der Sinn des ganzen ist mehrfach: unseren kleinen Patienten wird die Angst für einer solchen Untersuchung genommen; durch die positive Ablenkung werden Narkosen und tiefe Sedierungen vermieden – dies wiederum bedeutet körperliche Entlastung und als auch, dass der Patient die Kontrolle über die Untersuchung erhält, da eine Narkose u.a. auch immer Kontrollverlust für den Patienten bedeutet.  

 

Wurde dieses MRT komplett als Spende finanziert?

Sowohl das Kinder-MRT als auch der Übe-Raum wurden komplett über Spenden finaniert. Insgesamt erhielten wir über 1.9 Mio Euro an Zuwendungen. 

 

Sie erwähnten in einem Telefonat mit mir, dass Spenden glücklich mache -  können Sie uns erklären warum sie so überzeugt davon sind?

Jeder von uns sucht nach Sinn in seinem Leben. Anderen zu helfen, Schwächere zu untersützen gibt uns genau diesen Sinn, es macht uns zufrieden und glücklich. Jeder, der schon einmal gespendet hat, durfte diese Erfahrung machen – davon bin ich zutiefst überzeugt. Geht es Ihnen nicht auch genau so mit flugkraft?

 

Können Sie behaupten glücklich in ihrem Beruf zu sein?

Ich bin in der glücklichen Situation den schönsten Beruf der Welt ausüben zu dürfen! Die glücklichen Gesichter der Kinder sehen zu dürfen, die interessanten Gespräche mit Spendern – also mit vielen sehr unterschiedlichen Menschen – führen zu dürfen, das ist spannend und zutiefst erfüllend.

 

Flugkraft hat aus Überzeugung für das Klinikum Dortmund gespendet, wofür können sie diese Spende verwenden?

Wir haben uns sehr über die großzügige und großherzige Spende von Flugkraft gefreut und werden mit der Spende die Arbeit unserer Musiktherapeutin, die auf unserer Kinderonkologie einen sehr wichtigen therapeutischen Beitrag für unsere Patienten leistet, unterstützen. An dieser Stelle möchten wir uns bei Flugkraft und den Unterstützern von Flugkraft sehr herzlich bedanken!

 

Wie empfinden Sie in der Kooperation mit Flugkraft?

In einem Wort: Wunderbar! ... es fallen mir weitere Begriffe, die kurz und bündig unsere Kooperation beschreiben ein: unkompliziert, emphatisch, respektvoll, fokussiert auf die Bedürfnisse unserer Patienten, freundlich, verständnisvoll, geduldig, fix in der Beantwortung von Fragen, transparent und ehrlich und: es macht einfach Spaß!

 

Auf ihrem Sommerfest unterstützt Flugkraft das Klinikum u.a. mit einer mobilen Fotobox. Was denken Sie wie sich Fotos auf Kinder und deren Therapie auswirken?

Wir freuen uns sehr darauf! Wir gehen davon aus, dass die Kinder Spaß haben werden. Möglicherweise können sie Emotionen äußern, die sie sonst eher nicht zulassen. Jedoch muss ich ehrlich sagen, wir haben bislang keine Erfahrung mit einer Fotobox machen können und sind ebenso gespannt auf die – vielleicht auch sehr unerwarteten - Reaktionen der Kinder. Auf jeden Fall eine wunderbare Idee, die Schwung in den für unsere kleinen Patienten doch auch recht langweiligen Klinikalltag bringen wird. Herzlichen Dank für die schöne Idee und die Umsetzung in unserer Kinderklinik!